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Anzahl von Suiziden in den letzten Jahren leicht gesunken

medstra-News 71/2020


Eine kleine Anfrage der FDP hatte zum Ergebnis, dass seit Jahren in Deutschland die Zahl der Suizide leicht rückläufig ist. 2018 nahmen sich nach offiziellen Angaben 9.396 Menschen das Leben, im Jahr 2016 waren es noch 9.838 und im Jahr 2012 9.890 Menschen gewesen.


Als Ursache der Suizide hob die Bundesregierung in ihrer Antwort vor allem behandelbare psychische Erkrankungen hervor, welche im Rahmen einer effizienten Suizidprävention erkannt und bekämpft werden müssten. Zudem wurde herausgestellt, dass es sich bei der Prävention von Selbsttötung um eine „gesamtgesellschaftliche und politikbereichsübergreifende Querschnittsaufgabe handele“, zu der sowohl staatliche als auch nicht-staatliche Akteure ihren Beitrag mit unterschiedlichsten Maßnahmen leisten müssen.


So fördert der Bund auch unterschiedliche Projekt zur Suizidprävention. Das Bundesministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend (BMFSFJ) unterstützt seit 2017 ein Projekt des Deutschen Caritas Verbandes mit 2,33 Millionen Euro, in dem 300 junge Menschen jährlich im Rahmen einer Suizidprävention anonym und online beraten werden. Auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beteiligt sich bei der Prävention, indem es in Rahmen von 14 Forschungsprojekten bestehende Hilfs- und Beratungskonzepte wissenschaftlich bewertet und versucht, neue Maßnahmen und Konzepte zu Vermeidung von Suizidversuchen zu entwickeln. Eine weitere von dem BMG geförderte Initiative des Aktionsbündnis Seelische Gesundheit hat zum Ziel, die Vorteile vor psychischen Erkrankungen abzubauen und zu einer Entstigmatisierung der Betroffen zu sorgen.


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