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Drei Jahre Haft nach Verweigerung einer medizinischen Behandlung

 

Der Bundesgerichtshof hat in dieser Woche das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth gegen den in den Medien als „Guru von Lonnerstadt“ bezeichneten Mann bestätigt (BGH, Urt. v. 4.8.2015 – 1 StR 624/14). Er und seine Frau hatten sich in der Revisionsinstanz gegen ihre Verurteilung zu jeweils drei Jahren Haft gewendet.

Dem Paar war vorgeworfen worden, aus esoterischer Überzeugung heraus dem damals 12 Jahre alten Sohn der Frau zwischen 1999 und 2002 die notwendige ärztliche Behandlung verweigert zu haben. Der Junge litt an Mukoviszidose, einer Stoffwechselkrankheit, bei der die Atemwege verstopfen. Er floh schließlich zu seinem Vater. Zu diesem Zeitpunkt war er stark abgemagert und trug eine dauerhafte Lungenschädigung davon. Das Paar war deshalb wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen verurteilt worden (§ 225 StGB). Der BGH sah in der Behandlung des Jungen ein „vorsätzliches Quälen durch Unterlassen“ und stimmte dem LG zu.

Eine WDR-Dokumentation, die das Leben des Mannes und der Sektengemeinschaft porträtierte, hatte bereits in den Jahren 2012 und 2013 Aufsehen erregt und das Einschreiten des Jugendamtes in einem anderen Fall nach sich gezogen.


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