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Hepatitis C Skandal in Bayern – Suchtkranker Anästhesist soll Patienten angesteckt haben


Wie das Landratsamt Donau-Ries Mitte Oktober bekannt gab, wurden im Zeitraum vom November 2016 bis April 2018 eine große Zahl von Patienten eines Klinikums im schwäbischen Donauwörth bei Operation möglicherweise mit Hepatitis C infiziert.


Das Gesundheitsamt und die Kriminalpolizei gehen davon aus, dass ein medikamentenabhängiger Anästhesist, der mit Hepatitis C infiziert war, die Ursache für die Infektion darstellt. Er soll bei Operationen dieselben Spritzen verwendet haben, mit denen er zuvor selbst seine Sucht nach Schmerzmitteln befriedigte. „Die Schmerzmittel liegen aufgezogen auf dem Tisch, für einen Suchtkranken sozusagen griffbereit“, führte der Gesundheitsamtsleiter Mainka dazu aus. Nach seinen Angaben wurden bis Wochenbeginn 25 Fälle von Infizierungen gemeldet worden. Insgesamt könnten bis zu 1.200 Patienten von einer Infektion mit dem Virus, das schwere Leberschädigungen zu Folge haben kann, betroffen sein. Der Narkosearzt sei jedenfalls zumindest an 693 Operationen beteiligt gewesen. Die möglichen Opfer einer Infektion wurden informiert und sollen sich nun auf eine Ansteckung mit Hepatitis C testen lassen.


Der Anästhesist ist im April 2018 aus dem Klinikum ausgeschieden und hat sich therapieren lassen. Er ist nicht mehr infektiös, sodass er keine Gefahrenquelle mehr darstellt. Heute arbeitet er nach Angaben der Süddeutschen Zeitung in Baden-Württemberg.


Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt derweil wegen Körperverletzung gegen den Anästhesisten. Die Ermittler gehen dabei nicht von einem Versehen des Arztes aus; die Hygienevorgaben des Krankenhauses seien jedenfalls nicht zu beanstanden gewesen.


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