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Krankenkassen holen 14 Millionen Euro Schäden durch Abrechnungsbetrug in der Pflege zurück


Nach einem Bericht von SPIEGEL-ONLINE vom 16. Oktober 2018 haben Krankenkassen deutschlandweit in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 14 Millionen Euro an Schäden durch Abrechnungsbetrug in der ambulanten Pflege erfolgreich zurückgefordert. Dies ergebe sich aus einem internen Berichtsentwurf für das Bundesgesundheitsministerium, den der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) erstellt habe.


Nach Informationen des SPIEGELS hätten in diesem Zeitraum fünf AOK-Versicherungen zusammen 40 Prozent des Betrugsschadens in der ambulanten Pflege zurückgeholt. Die Diskrepanz zwischen den Krankenkassen sei groß, wenn es um den Erfolg in der Betrugsbekämpfung gehe. Vielen Ermittlungseinheiten der Krankenkassen fehle u.a. das nötige Personal. Die gesicherte Summe sei im Vergleich mit den tatsächlichen Schäden gering, da Experten schätzen würden, dass Betrüger allein in der ambulanten Pflege einen Schaden in Höhe von rund zwei Milliarden Euro im Jahr verursachen. Dieser entstehe dadurch, dass Pflegedienste Leistungen abrechnen, die nicht von ihnen, sondern von Angehörigen erbracht wurden oder mehr qualifiziertes Fachpersonal angeben, als sie tatsächlich beschäftigen, und dafür eine Vergütung erhalten. Für betrügenden Pflegedienste sei der Abrechnungsbetrug sehr lukrativ: Sie seien bei einer hohen Gewinnmaximierung nur einem relativ geringen Entdeckungsrisiko ausgesetzt. Selbst wenn sie enttarnt werden, könnten sie relativ einfach in einem anderen Bundesland einen neuen Pflegedienst gründen. Zwischen den Krankenkassen der verschiedenen Bundesländer fände kaum ein Austausch über betrügerische Pflegedienste statt.


Die Vorstände der Krankenkassen hielten laut eines Experten in SPIEGEL ONLINE das Aufdecken für von Betrug im Gesundheitswesen für wenig beachtenswert. Dies sei „ein Armutszeugnis für die Kassen, [… da es immerhin] nicht ihr Geld [ist], dass sie sich hier stehlen lassen“. Ausnahmen davon bilden hauptsächlich die AOK Niedersachsen und die AOK Bayern, die Spezialistenteams mit dem Thema Pflegebetrug beschäftigen. Zudem prüfen die Medizinische Dienste der Krankenkassen (MDK) seit Ende 2016 die Abrechnungen der Pflegedienste. Als Lösung schlägt ein Kassenermittler eine verstärkte Kooperation zwischen den Kassen in den verschiedenen Bundesländern vor – dies forderte auch schon der Bundesrechnungshof seit rund zehn Jahren.



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