medstra-News 24/2026 vom 31.3.2026
Die Zahl der Organspenden nach dem Tod ist im vergangenen Jahr zwar gestiegen, allerdings warten immer noch mehr als 8.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan, wie die tagesschau berichtet. Der leicht verzeichnete Anstieg an Spenden von 3,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 sei immer noch zu wenig, erklärte Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin der Region Mitte der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). So stehen ungefähr 3.000 Organe, die hätten transplantiert werden können, in Relation zu 8.200 Menschen auf der Warteliste. Die Situation, in welcher über die Freigabe eines Organs eines im Sterben liegenden Angehörigen entschieden wird, sei zumeist sehr emotional und stark belastend, so Barreiros. Daher ruft die DSO dazu auf, sich bereits zu Lebzeiten mit dieser Frage zu befassen und diese mithilfe eines Organspendeausweises oder einer Patientenverfügung schriftlich festzuhalten.
