medstra-News 76/2026 vom 23.09.2026
Infolge einer anonymen Anzeige wird seit Dezember 2025 gegen 13 Beschuldigte ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, Leistungen für ambulante Intensivpflege abgerechnet zu haben, ohne diese (hinreichend) erbracht zu haben. Daher soll der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Abrechnungsbetrugs, der Geldwäsche, verschiedener Steuerstraftaten sowie der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt besteht. Der Schaden liegt den Angaben der Behörden zufolge schätzungsweise bei etwa elf Millionen Euro.
Im September 2026 haben Polizei, Zoll und Finanzbehörden schließlich bei einer Razzia – unter Einsatz von 200 Ermittlungsbeamten in Düsseldorf, Dortmund, Wuppertal, Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop, Lüdinghausen, Duisburg, Mettmann, Monheim, Hürth und Kelsterbach – Vermögenswerte in Höhe von 5,9 Millionen Euro eingefroren, darunter Luxusautos, Bargeld, Gold und Schmuck. Außerdem konnten Beweismittel wie Arztstempel und eine scharfe Schusswaffe sichergestellt werden. In einer der Wohnungen in Düsseldorf sei zudem ein pflegebedürftiges Kind in sehr schlechter Verfassung gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Darüber hinaus wurde ein Haftbefehl gegen eine 39-Jährige vollstreckt.
Die Ermittlungen dauern an.
